Geschrieben von Michael    |   Donnerstag, 22.09.2011
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Safu Übersicht
Safu
Kategorie: Tropenfrüchte
Name: Safu
Familie: Burseraceae
Gattung: Dacryodes
Art: edulis
Unbekannt und interessant
    
Safu - Leckeres und Interessantes:
Nährstoffe pro 100 g
Energie: 230 kcal
Wasser: 59 g
Proteine: 4 g
Kohlehydrate: 5 g
Fette: 22 g
Faserstoffe: 8,7 g
Kalium: 440 mg
Phosphor: 68 mg
Calcium: 64 mg
Provitamin A: 72 mg
Vitamin E: 1,3 mg
Beschreibung:
Safus schillern in verschiedenen, schönen Farben: Blautöne, Violett, sogar helles Rosa. Sie sind ca. 8 cm lang und 3-4 cm breit. Roh gegessen sagen manche, die Safu schmecke nach einer Bratwurst auf Kräutern mit einem Schuß Öl. Naja, ich weiß nicht… ich finde es schwer Geschmack zu beschreiben.

Verzehr:
Außer dem Kern ist an der Safu alles essbar. Das Fruchtfleisch, die Schale und auch die Haut, die den Kern umschließt. Wo die Safu angebaut wird, essen sie die Leute meist gekocht, gebraten oder gebacken. Man kann sie aber auch gut roh essen. Sie schmeckt dann am besten, wenn sie halbtrocken oder noch weich ist. Manche Leute mögen sie auch kurz vor der eigentlichen Reife, wenn sie einen säuerlichen Beigeschmack hat.

Reifung und Lagerung:

Entweder die Safu wird getrocknet, oder (soll sie frisch sein) sie wird möglichst kühl (Kühlschrank) aufbewahrt, ideal sind 6 °C. Getrocknet kann man sie länger aufbewahren (dazu unten mehr).
Soll die Safu roh gegessen werden, dann muss sie eine Zeit lang in einem warmen und feuchten Milieu reifen. Eine dichte, von innen befeuchtete Tüte zum Beispiel.
Wenn Du die Safus trocknen willst, dann nimmst Du ein Dörrgerät und stellst es auf die niedrigste Stufe ein (unter 35°C ist ideal). So bleiben die wertvollen Fettsäuren der Safu erhalten, die weder Hitze noch zu viel Kälte vertragen.

Botanik:
Wilde Safu-Bäume werden so zwischen 20 und 30 Meter hoch. Auf Plantagen angebaute sind typischerweise 15 Meter hoch. Der Baum ist immergrün und hat einen Stammdurchmesser von ca. 55 cm – also schon ein ordentlich großes Ding. Die Krone ist ziemlich kugelrund und seine Rinde hellgrau. Die Bäume wachsen schnell und werden ca. 100 Jahre alt. Die Blüten sind sehr klein, unter 1 cm. Diese Bäume wachsen bis heute nur in Afrika auf nährstoffarmen Böden. Haupterzeuger ist Kamerun. Die Bäume benötigen viel Niederschlag und Temperaturen um die 25 °C das ganze Jahr. Der Baum dient außerdem (wie der Cashew-Baum) zur Bekämpfung von Bodenerosion und für die Wiederaufforstung, da er sehr robust ist, schnell wächst und für diesen Zweck ideale Wurzeln hat. Aus den Früchten wird übrigens auch ein Öl gewonnen.

Verbreitung:
In Afrika wachsen die meisten Safubäume wild. Übrigens sind die Safus, die Orkos verschickt, hauptsächlich von wilden Bäumen. Die Wilden Safus sind ein wenig kleiner und ihre Kerne ein wenig größer. Sie schmecken aber viel intensiver, konzentrierter, als Kultursafus. Die meisten Safus kommen aus Kamerun.

Geschichte:
Der Safubaum wird in manchen afrikanischen Stämmen und Subkulturen als heilig angesehen. Da darf nicht jeder hinauf klettern! Andere Stämme haben den Brauch, Safus als Zeichen der Freundschaft zu schenken.

  
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