Geschrieben von Michael    |   Samstag, 30.07.2011
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Papaya Übersicht
Papaya
Kategorie: Tropenfrüchte
Name: Papaya
Familie: Caricaceae
Gattung: Carica
Art: papaya
Exotischer, überraschender Geschmack
    
Papaya - Leckeres und Interessantes:
Nährstoffe pro 100 g
Energie: 34 kcal
Wasser: 77 g
Proteine: 0,5 g
Zucker: 7,5 g
Fett: 0,1 g
Kalium: 200 mg
Vitamin C: 64 mg
Provitamin A: 1 mg
Beschreibung:
Unter den Exotischen Früchten gilt die Papaya als die am besten verdauliche. Und der Baum, an dem sie wächst ist seit Urzeiten bekannt für seine Heilwirkung.
Ihre grüne, glatte Schale wird während des Reifungsvorgangs zuerst gelb-grün, später dann orange-gelb. Die Konsistenz ihres Fruchtfleisches ist mittelfest bis zart, saftig wie eine Honigmelone und zergeht auf der Zunge. Die Farbe des Fleisches liegt irgendwo zwischen Aprikosen und Himbeeren, so wie auch der Geschmack gereifter Papayas. Im Zentrum der Frucht befinden sich hunderte kleiner Kerne in einem Hohlraum, die man auch nutzen kann, oder nicht. Sie schmecken so ähnlich wie milde Pfefferkörner.
Es gibt runde, längliche und auch ovale Papayas. Die Größe schwankt stark und die allergrößten werden schon mal 4 Kilo schwer. Kultivierte „normale“ Papayas haben üblicherweise um die 500 Gramm Gewicht, die Wildsorten wiegen eher über 1 kg.

Verzehr:

Am besten ißt man Papayas, indem man sie der Länge nach aufschneidet und auslöffelt. Wenn sie portioniert oder auf einem Buffet optisch ansprechend dargeboten werden soll, dann kann man sie auch quer in Fingerdicke Scheiben schneiden – sieht sehr hübsch aus. Ist die Frucht vollkommen reif, so ist die leicht bittere, dünne Schale durchaus essbar. Ich selbst bin einer von denen, die die schwarzen Kerne im Inneren mitessen. Sie schmecken ein wenig scharf und ich liebe die exotische Mischung aus süß/scharf. Der Fruchtfleischmantel, der die Kerne umgibt (er ist ein wenig Geleeartig) schmeckt übrigens auch köstlich.

Reifung und Lagerung:
Wie Tomaten und gewisse andere Früchte auch, reift die Papaya nach der Ernte munter weiter. Desweiteren ist sie manchmal schon lecker und verzehrreif, obwohl sie von außen mit ihrer grün-gelben Schale noch gar nicht so aussieht. Ob eine Papaya reif ist oder nicht, lässt sich letztlich durch sanften Daumendruck herausfinden. Wenn das Fruchtfleisch dabei leicht nachgibt, dann ist sie reif. Im Fall, dass sie noch zu fest ist, lagere ich sie einfach bei Raumtemperatur bis zur Vollreife. Ist sie einmal angeschnitten, dann hält sie sich verhältnismäßig lange (bis zu 14 Tage), wenn sie in den Kühlschrank gelegt wird.

Botanik:
Der Baum, auf dem die Papaya wächst, wird von Botanikern lustigerweise als Riesengras angesehen. Für uns Nicht-Botaniker sieht es aus, wie ein Baum – deshalb bleibe ich jetzt mal einfach bei der Bezeichnung, um Verwirrung zu vermeiden. Der „Baum“ wird also zwischen 3 und 10 Meter hoch, je nach Unterart. Der Stamm kann schonmal bis zu 40 cm Durchmesser erreichen. Im Innteren ist der Stamm nicht wirklich holzig, wie wir das von unseren Bäumen kennen, sondern eher schwammig, faserhaltig. Die Blattstiele werden ziemlich lang (bis zu 1 Meter) und dienen gleich als Äste, so wie bei Palmen. Die Früchte wachsen an umfunktionierten Blattstielen direkt aus dem Stamm, so wie man das von Kokosnüssen kennt. Die Blüten der Papaya haben 5 Blätter und riechen nur schwach. Im Baum befindet sich ein
Saft, der weiß ist und im Prinzip ein Latex. Er kommt in so gut wie allen Pflanzenteilen vor.

Heimat:
Die Papaya wächst nur in sehr warmen Gebieten der Tropen und Subtropen. Ursprünglich aus Mittelamerika stammend, findet sich der Papayabaum inzwischen vor allem in Hawaii, Afrika, den Philippinen, Indien, Sri Lanka, Thailand und Malaysia.

Sorten:
Man kann grob in 2 Kategorien unterteilen. Da gibt es die kommerzielleren Sorten des Hawaii-Typs „Solo“, „Sunrise“ und „Golden“. Und dann gibt es die „mexikanischen“ Sorten: Die rote Papaya und die gelbe Papaya. Die mexikanischen finde ich persönliche viel leckerer und ansprechender.

Geschichte und Anekdoten:

So wie es aussieht entstand die Papaya in Sürmexiko und wurde von Indianer bis nach Südamerika gebracht. Als die spanischen Eroberer dort eintrafen, wurde sie bereits in der gesamten Äquator-Zone Südamerikas angebaut. Die Spanier und Portugiesen bauten sie dann in der Folge im 16. Jahrhundert auf den Philippinen, in Indien und Afrika an.
Das weiße Sekret wird durch Anritzen unreifer Früchte gewonnen, auf Tüchern getrocknet und dann die entstehenden Scherben aufgesammelt. Es wird vor allem medizinisch verwendet, sowohl von Einheimischen, als auch von westlichen Konzernen. Die Anwendung umfasst Hautbeschwerden, Verdauungsbeschwerden und das Sekret wirkt entzündungshemmend und heilfördernd.
  
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