Geschrieben von Michael    |   Samstag, 30.07.2011
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Makadamianuss Übersicht
Makadamianuss
Kategorie: Nüsse
Name: Makadamianuss
Familie: Proteaceae
Gattung: Macadamia
Art: integrifolia und tetraphylla
Eine harte Nuss!
    
Makadamianuss - Leckeres und Interessantes:
Nährstoffe pro 100 g
Energie: 600 kcal
Fettsäuren: 70 g
Wasser: 1,2 g
Proteine: 9 g
Kohlehydrate: 8 g
Faserstoffe: 6 g
Mineralien: 1,3 g
Beschreibung:
Eine « harte Nuss » ist die Macadamia allemal ! Denn sie ist eine der härtesten überhaupt. Nicht nur, weil die Schale ultradick und hart ist, sondern auch weil die Nuss zudem noch rund ist. Deshalb gibt es sie auch meist geschält, nur die Kerne, damit man sie nicht mehr knacken braucht. Ähnlich wie bei Walnüssen ist die Nuss in einer grünen Hülle, die sich langsam öffnet, wenn die Nuss reif ist. Die fällt dann heraus. Makadamia-Nüsse finde ich persönlich eine der 3 leckersten Nuss-Sorten überhaupt. Eine tolle Konsistenz und super-leckeres Aroma.
  
Reifung und Lagerung:
In der Schale halten sich die Nüsse ewig, wenn sie dunkel und kühl gelagert werden, und in einer luftdichten Verpackung vor Licht geschützt werden. Aber auch bei Raumtemperatur bleiben sie lange lecker. Am besten bewahrst Du sie im Kühlschrank oder Keller auf, da bleiben sie am längsten gut.

Verzehr:
Unkompliziert ist es, wenn die Schale schon entfernt ist – den Kern kannst Du einfach in den Mund stecken und essen ;-). Komplizierter wird es schon, wenn die Nuss noch ungeschält ist. Denn die ist verdammt hart ! Mit einem normalen Nussknacker hast Du da schlechte Karten. Man kann sie mit einem Hammer oder Stein aufschlagen – aber wer will das schon. Ein kleiner Schraubstock ist ideal. Und dann gibt es da noch den « Easy-Cracker », das ist ein ausgefuchster Nussknacker aus Australien, wo die Macadamias ursprünglich herkommen.

Geschält ist die Nuss bei Tisch angenehmer, weil wer hat schon Lust auf den Lärm, die umherfliegenden Splitter und den Schraubstock beim Essen ? Die Kinder fänden es zwar bestimmt lustig, aber auf Dauer wäre das nichts. Auch für unterwegs und zum Verschenken kommen eigentlich nur geschälte Nüsse in Frage.

Botanik:
Macadamiasnüsse wachsen an einem sehr robusten Baum, der wild bis zu 20 Meter hoch wird, in Plantagen meist bis zu 10 Meter. Die ca. 1cm langen Blüten hängen in Trauben von ungefähr 20cm Länge. Bestäubt werden sie hauptsächlich von Bienen. Obwohl ausgewachsene Bäume sogar Frost und Temperaturen bis zu -8°C vertragen, wachsen sie hauptsächlich in tropischem und subtropischem Klima. Er gedeiht sogar noch auf Vulkanischen, Sand oder Lehmböden gut – solange sich keine Staunässe bildet.

Sorten:
Man kann in 2 grobe Kategorien unterteilen : Die Macadamianüsse mit rauher Schale und die mit glatter Schale. Beide stammen ursprünglich aus Australien, genauer gesagt aus Queensland. Dort wachsen sie im Tropenwald, vor allem neben Flüssen. Die zwei Sorten lassen sich ganz gut durch ihre Blätter unterscheiden. Die einen sind zwischen 15 und 20 cm lang, treten in Dreiergruppen auf und haben wenig Stacheln. Die anderen wachsen in Vierergruppen und sind stachelig. So wissen Einheimische gleich, welche Art Nüsse an diesem Baum zu erwarten sind.

Geschichte und Anekdoten:
In einer uralten Legende der Aboriginees heißt es, dass sich diese Ureinwohner Australiens von den Nüssen zweier Baumarten ernährten, die immer grün und belaubt blieben. Legenden sind eben oft wahr – 1858 entdeckten britische Botaniker im Nordosten Australiens bei ihren Forschungen eben diese Bäume wieder.

Der Name der Macadamia kommt aber letztlich ganz woanders her. Da gab es einen schottischen Wissenschaftler : McAdam... Mac Adam Ia. Der Mann war Chemie-Dozent an der Uni von Melbourne. Er wurde vom Gesundheitsministerium beauftragt, Lebensmittel zu analysieren. Um den kommerziellen Vertrieb anzukurbeln, benannte dann ein Kollege von ihm namens Dr. Von Mueller die Nuss nach ihm.

Im großen Stil angebaut wurden die Nüsse also erst nach 1870. 2 Jahrzehnte danach führten sie den Baum dann auch noch auf Hawaii ein – eigentlich zuerst nur, weil dort aufgeforstet werden sollte. Die Nuss wurde dann aber als toller Nebeneffekt entdeckt. Letztlich ist die leckere Nuss dann in der ganzen Welt bekannt geworden.
  
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