| Geschrieben von Michael |
Samstag, 30.07.2011 |
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| Kategorie: |
Tropenfrüchte |
| Name: |
Avocado |
| Familie: |
Lorbeergewächse (Lauraceae) |
| Gattung: |
Persea |
| Art: |
americana |
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| Avocado - Leckeres und Interessantes: |
| Nährstoffe pro 100 g |
| Energie: |
140 kcal |
| Wasser: |
60 g |
| Proteine: |
1,8 g |
| Kohlehydrate: |
0,8 g |
| Fette: |
14 % |
| Kalium: |
522 mg |
| Vitamin C: |
11 mg |
| Vitamin E: |
1,9 mg |
Beschreibung:
Die Avocado enthält mehr Fett als irgend eine andere mir bekannte Frucht. Die Qualität des Fettes ist sehr hoch und nebenbei ist Avocado einfach köstlich, obwohl ihr Duft nicht so stark ausgeprägt ist, wie bei anderen Früchten.
Kleine Avocados werden 6 cm lang und 5 cm breit, große können bis zu 20 cm land und 15 cm breit werden. Ihre Form erinnert an Birnen, oder sie ist rundlich-oval – je nach Sorte. Die Schale der Frucht ist manchmal glatt, manchmal rauh wie eine Drachenhaut und ihre Farbe kann hell- bis dunkelgrün oder gar schwarz sein. Selbst dunkelrote Farbtöne sind möglich. Das Fruchtfleisch ist entweder gelb oder hellgrün, zur Schale hin wird es dunkelgrüner. Im Zentrum der Frucht befindet sich ein großer, harter, meist kugelrunder Kern, der sich leicht vom Fleisch lösen lässt – falls die Avocado auch wirklich reif ist.
Ernte:
Die Ernte von Avocados ist für den Anbauer eine kniffelige Sache : Solange die Frucht am Baum ist, kann sie nicht reif werden. Eine Substanz, die im Fruchtstengel natürlich enthalten ist, verhindert das. Er muss sie also ernten, damit sie überhaupt reifen. Aber wann ? Macht er es zu früh, reifen sie nicht richtig nach und bekommen eine unschöne gummiartige Konsistenz. Auch die Zeit, die seit der Blüte vergangen ist, ist bestenfalls ein Hinweis, nicht jedoch ein zuverlässiges Maß – da spielen noch andere Faktoren mit rein. So hat man ein kompliziertes System erfunden, den richtigen Zeitpunkt anhand von sehr vielen Faktoren zu bestimmen : Aussehen und färbung der Schale, Feuchtigkeitsgehalt des Fleisches, Stichproben, die Farbe der Haut, die den Kern umgibt, etc.
Der Moment, an dem eine Avocado gut geerntet werden kann (und auch schön nachreift) und der Moment, an dem sie dann letztlich einfach vom Baum fällt, liegen bei den meisten Sorten MONATE auseinander. Je länger sie am Baum bleibt, umso intensiver wird sie im Geschmack und reichhaltiger die Inhaltsstoffe. Tatsächlich kommt es vor, dass Avocadobäume in der Blüte gleichzeitig noch Früchte vom letzten Jahr tragen. Dennoch werden die Früchte von den meisten Avocadobauern so früh wie möglich geerntet. Weil sich so der Profit maximieren und das Risiko minimieren lässt. Die haben das so weit getrieben, dass man Gesetze eingeführt hat, wieviel Fett mindestens in einer Avocado zu sein hat. Die besten Avocados bekommst Du im Versandhandel, weil hier darauf geachtet wird, nur von solchen Bauern zu beziehen, die die Früchte möglichst spät ernten. Die kosten dann zwar ein paar Cent mehr, aber das merkt man beim Essen. Erstens schmecken sie viel besser. Zweitens bist Du spürbar früher satt . Einfach weil mehr Fett drin ist.
Lagerung:
Werden die Avocados im richtigen Moment geerntet oder vom Boden aufgelesen, dann reifen sie. Bei Raumtemperatur erreichen sie nach ca. 2 Wochen ihre optimale Reife. Sie hält sich dann am besten bei 5-15°C, wird es noch kälter, färbt sich das Fruchtfleisch schwarz. Eventuell hast Du schon mal solche aus dem Supermarkt gegessen, bei denen das Fruchfleisch schwarz gefleckt war – das kann daher kommen, dass deren Kühlräume oder die Kühllastwägen zu geringe Temperaturen hatten.
Willst Du die Reifung beschleunigen ? Dann bewahre die Avocados direkt neben Früchten auf, die bei der Reifung Ethylen-Gas abgeben, wie der Apfel, die Banane oder die Passionsfrucht. Dadurch läuft der Reifungsprozess der Avocados deutlich schneller ab.
Verzehr:
Am einfachsten kann man die Frucht der länge nach aufschneiden, den Kern mit einem Suppenlöffel herauslösen und sie dann auslöffeln. Natürlich kann man auch einfach die Haut abtrennen (bei manchen Sorten geht das gut in einem Stück) und die Avocado dann mit den Händen um den Kern herum essen. Wenn sie noch nicht zu reif ist und das Fleisch noch einigermaßen fest, wird man dabei noch nicht mal so schmutzig. In einer Hand dann die Avocado, in der anderen eine Tomate oder Wildkräuter und am besten unter freiem Himmel – Yeah ! ?
Botanik:
Der Baum, an dem Avocados wachsen, ist eine Pflanze aus entweder den Tropen oder den Subtropen. Es gibt 3 große Sorten :
- Die Karibische : Der Typ aus der Karibik erträgt Frost nicht (warum auch), ist sehr empfindlich und abhängig von einem tropischen Klima und hohe Luftfeuchte, vor allem vor und während der Blüte.
- Die « Guatemlatekische » : Die subtropische Kategorie kommt besser mit kühlen Temperaturen klar und verträgt sogar um die Null Grad Celsius.
- Die Mexikanische : Dann gibt es noch eine ganz robuste mexikanische Sorte, die sogar bis -3°C ertragen kann. Diese wird hauptsächlich in Südeuropa und Kalifornien genutzt.
Alle diese Sorten benötigen eine windgeschützte Lage. Was den Boden anbelangt ist der Avocadobaum jedoch recht anpassungsfähig und genügsam.

Verbreitung:
Die Avocado wird heutzutage auf allen Kontinenten angebaut. Wo immer ein subtropisches, mediterranes oder tropisches Klima herrscht, ist er zu finden. Mexiko führt die Liste der produzierenden Länder klar an. Viele mexikanische Nationalgerichte nutzen Avocados, man denke nur an Guacamole .
Geschichte:
Die Verbreitung der Avocado lief schon vor dem Menschen auf immer die gleiche Art ab : Größere Tiere schnappen sich die heruntergefallenen und gereiften Früchte vom Boden, essen sie und scheiden den Kern einige Zeit später an einem ganz anderen Ort wieder aus. Das sind ideale Keimbedingungen. Und gedüngt ist die Stelle auch gleich noch, an der der neue Baum wachsen wird. Da der Kern ziemlich groß ist, vermutet man, dass der Avocadobaum als « Zielgruppe » hauptsächlich frühzeitliche Großtiere hatte (von 2,5 Mio Jahre bis 10.000 Jahre vor Christus), wie das Elefanten-ähnliche Urtier « Gomphotherium ». Danach haben wohl Affen und Menschen den Fortbestand dieser Baumart durch Verteilung der Kerne gesichert. Wenn auch auf andere Weise, als die Ur-Elefanten. Ursprünglich stammt die Avocado mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Mexiko oder Guatemala. |
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